Prachtrasen

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Englischer Rasen oder Wildblumenwiese

 

 

 

Ein saftiger, grüner Rasen, sowohl samtig weich als auch kräftig und satt, das ist der Stolz eines jeden Hobbygärtners. Doch bevor Sie einen solchen englischen Rasen in Ihrem Garten bestaunen können, ist eine Menge Vorarbeit zu leisten und die richtige Pflege anzuwenden. Wir informieren Sie auf diesen Seiten, wie Ihnen das gelingen wird. Es erwarten Sie Themen rund um einen schönen Rasen – Rasen anlegen oder Rasen erneuern, Grasflächen vorbereiten, Rasen düngen oder Rasen kalken, Rasen vertikutieren, richtig mähen, welcher Rasenmäher, Rasen säen und Rasen nachsäen, was tun gegen Unkraut im Rasen und welche Methoden und Mittel als Unkrautvernichter nützlich sind, was hilft gegen Moos im Rasen, Rat beim Rasensamen kaufen, was ist bei Gebrauchsrasen oder Schattenrasen zu beachten, welcher Rasendünger gegen Rasenunkraut geeignet ist, welche mechanischen Geräte als Unkrautvernichter im Rasen hilfreich sind und viele Tipps und Anleitungen für Ihren Prachtrasen.

 

RASENUNKRAUT

URSACHEN VERMEIDUNG BESEITIGUNG

Rasensamen

Prachtrasen: Vorbereitung

Englischer Rasen oder Wildblumenwiese?

Ein saftiger, grüner Rasen, sowohl samtig weich als auch kräftig und satt, das ist der Stolz eines jeden Hobbygärtners. Oder nur ein Traum, denn so ein englischer Rasen hat zumindest einen Feind: Das Unkraut. Selbst, wenn Sie kein Freund exakter und steriler Rasenflächen sind und ein paar niedliche Gänseblümchen im Grün Ihr Herz erfreuen, müssen Sie sich entscheiden. Englischer Rasen oder Wildblumenwiese! Denn schon bald werden Ihre Gänseblümchen weitere Freunde bekommen. Klee, Löwenzahn, Schachtelhalm und Moos verdrängen Ihre saftigen Grashalme und gewinnen die Oberhand. Moos ist ein guter Wasserspeicher, aber in Ihrem Rasen hat es nichts zu suchen.

 

Nun gibt es zwei Wege, die Unkräuter im Zaum zu halten:

 

Mechanische oder chemische Entfernung der Unkräuter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor Sie jedoch mit der Unkrautbekämpfung beginnen, sollten Sie die Ursachen für Unkraut im Rasen kennen und wissen, mit welchem Unkraut Sie es zu tun haben, damit Sie die beste Strategie anwenden können. So werden einjährige Arten anders bekämpft, als zwei- und mehrjährige Pflanzen.

Unkraut im Rasen
Rasen Unkrautvernichter

Ursachen für Unkraut im Rasen

Die häufigste Ursache ist Nährstoffmangel. Im Gegensatz zum Unkraut benötigen die grünen Rasenhalme recht viel Nährstoffe. Wird dieser Bedarf nicht ausreichend gedeckt, verlieren die Gräser an Kraft, der Rasen bekommt Lücken und das Unkraut setzt sich durch. Gerade im Sommer, wenn auch noch Trockenheit dem Rasen zusetzt, hat das Unkraut, das besser an Nährstoffmangel und Trockenheit angepasst ist, die besseren Karten. Hier helfen eine fachgerechte Düngung und ausreichende Bewässerung.

 

Wenn Sie sich mit dem Anlegen einer Rasenfläche beschäftigen oder einzelne Stellen nachsäen, achten Sie unbedingt auf die Qualität des Saatgutes. Es gibt günstige Rasensaat, die auf schnelles Wachstum gezüchtet wurde und aus minderwertigen Futtergräsern hergestellt ist. Häufig sind diese Billigsamen bereits mit Unkrautsamen durchsetzt und man sät sich sozusagen das Unkraut gleich mit aus. Hier gilt es, die Beschreibung genau zu studieren und gegebenenfalls etwas mehr in die Qualität zu investieren.

 

Welche Rasensaat die beste ist, hängt zum einen davon ab, wie der Rasen genutzt werden soll und wo er sich befindet. Der Standard ist der gewöhnliche Gebrauchsrasen für eine sonnige Fläche. Ist der Rasen viel von Bäumen oder Häusern beschattet, sollte man sich lieber für eine Schattenrasenmischung entscheiden.

 

Wichtig für ein kräftiges Wachstum Ihrer Rasenfläche sind das regelmäßige Mähen und die richtige Schnitthöhe. Ihr Rasenmäher ist ein schlagkräftiges Mittel gegen Unkraut! Sie müssen nur wissen, wie Sie ihn richtig einsetzen. Unkraut braucht Licht um zu keimen. Gönnen Sie Ihrem Rasen daher eine Schnitthöhe von vier Zentimetern. Bei dieser Schnitthöhe werden die Unkrautsamen von den Rasengräsern beschattet und können nicht keimen. Es empfiehlt sich, den Rasen einmal pro Woche zu mähen. Dadurch verlieren die unerwünschten Gewächse an Kraft und ziehen sich letztendlich zurück.

 

 

Vorbereitung: Vertikutieren

Vertikutieren

 

Das Pflegeprogramm für einen schönen Rasen beginnt im Frühjahr. Grundsätzlich können Sie Ihren Rasen bei richtiger Pflege von April bis September vertikutieren, aber man sollte im Frühling starten, denn anschließend braucht der Rasen ein paar Wochen Schonung, um sich regenerieren zu können.

 

Kleiner Tipp: Schauen Sie sich die Narzissen in Ihrem Garten oder beim Nachbarn an. Sobald die in voller Blüte stehen, wächst auch der Rasen wieder und kann die zugeführten Nährstoffe gut verwerten. Nun wässern Sie den Boden gut und gönnen Ihrem Grün eine erste Düngung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwa zwei Wochen danach ist der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren gekommen. Die Gräser sind jetzt optimal mit Nährstoffen versorgt und verkraften das Vertikutieren ohne größere Schäden. Geraten Sie nicht in Panik, nach der Behandlung mit dem Vertikutierer kann der Rasen ein wenig ramponiert aussehen, doch wenn Sie die Schnitttiefe richtig gewählt haben, sind innerhalb weniger Wochen später die Spuren wieder beseitigt.

 

Durch das Vertikutieren werden Moos und Rasenfilz beseitigt. Die Gräserwurzeln werden belüftet und bekommen mehr Sauerstoff - gute Voraussetzungen, die den Rasen später dichter und strapazierfähiger machen.

Rasen anlegen, Rasen wässern

So vertikutieren Sie richtig

 

Nachdem Sie die alte Rasenfläche einmal in Längsbahnen vertikutiert haben, fahren Sie sie noch einmal quer zur ursprünglichen Fahrtrichtung ab – so werden Moos und Unkraut optimal entfernt. Sollten nach dem ersten Vertikutieren noch größere Unkrautnester im Rasen vorhanden sein, empfiehlt es sich, diesen Arbeitsschritt noch ein bis zwei Mal zu wiederholen. Anschließend wird alles, was der Vertikutierer aus der Grasnarbe herausgekratzt hat, gründlich von der Rasenfläche entfernt.

 

Leichte Unebenheiten in der Rasenfläche können Sie nach dem Vertikutieren durch Auftragen einer dünnen Schicht sandigen Mutterbodens ausgleichen. Die Schicht sollte nicht höher als zehn Zentimeter sein.

 

Hier ein paar Tipps für das Vertikutieren:

 

  • Vertikutieren Sie nur trockene Rasenflächen.
  • Mähen Sie den Rasen bis auf zwei Zentimeter Höhe.
  • Stellen Sie die Vertikutierhöhe richtig ein. Die Messer dürfen die Grasnarbe maximal nur zwei bis drei Millimeter tief einritzen.
  • Vertikutieren Sie in Längs- und in Querrichtung.
  • Harken Sie das ausgekämmte Unkraut und den gelockerten Rasenfilz gründlich von der Rasenfläche ab und entsorgen Sie alles sorgfältig.
  • Düngen Sie nach einer Wartezeit von 7 bis 14 Tagen den Rasen erneut und bewässern Sie ausreichend.
  • Säen Sie kahle Stellen gleich nach dem Vertikutieren mit frischen Rasensamen nach. Achten Sie auf die Qualität der Rasensaat.
  • Tragen Sie eine Schicht lockeren Sand auf Rasenflächen mit schwerem Boden auf, um den Lufthaushalt des Bodens zu verbessern.

 

 

Der richtige Vertikutierer

 

Vertikutierer besitzen eine horizontal eingebaute Spindel oder Achse, die in kurzen Abständen mit starren oder drehbar gelagerten Messern besetzt ist. Der Motor lässt die Achse rotieren, die Messer ritzen dabei die Grasnarbe wenige Millimeter ein und schlagen Moos und Rasenfilz heraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rasen vertikutieren

Benzinbetriebene Vertikutierer empfehlen sich für die Bearbeitung größerer Flächen. Sie haben außerdem den Vorteil, dass das lästige Hantieren mit dem Stromkabel entfällt. Außerdem verfügen Benzin-Vertikutierer gerade für den Betrieb auf schweren, trockenen Böden über das entsprechende Gewicht, um die Messer ausreichend tief in die Grasnarbe schneiden zu lassen. Allerdings könnten Lärm- und Geruchsbelästigung in Ihrer Nachbarschaft nicht nur Freude verbreiten.

 

Elektro-Vertikutierer sind für kleinere Flächen und Vorgärten gut geeignet. Da man die Geräte in der Regel nur einmal im Frühjahr einsetzt, kann man im Vergleich zum Rasenmäher leichter darüber hinwegsehen, dass die Handhabung wegen des Stomkabels etwas umständlich ist. Sehr leichte Elektro-Vertikutierer neigen auf harten oder etwas unebenen Böden oft zum Hoppeln, da die Messer nicht in die Grasnarbe eindringen können. Beachten Sie daher beim Kauf oder Ausleih darauf, kompakte Geräte zu wählen oder beschweren Sie das Gerät einfach mit einem Sandsack oder einem Sack Pflanzerde oder ähnlichem.

 

Handvertikutierer haben meist starre oder leicht pendelnd montierte Messer. Sie erfordern einen hohen Kraftaufwand und sind für den normalen Einsatz nur bedingt geeignet.

Nun ist Ihre Scholle gut vorbereitet, um sich in einiger Zeit in einen prächtigen Rasen zu verwandeln. Doch auch der Feind schläft nicht. Streckt sich etwas anderes als ein Grashalm in Ihrem grünen Stolz empor, können Sie es in diesem Stadium noch per Hand herauszupfen. Erscheint es jedoch immer wieder, sollten Sie über Bekämpfungsmethoden Bescheid wissen.

Chemische Unkrautbekämpfung

Die meisten Unkrautvernichter für den Rasen beinhalten als Wirkstoffe chemisch nachgebaute Pflanzenhormone. Diese sind Wuchsbeschleuniger und bewirken in hoher Konzentration bei allen zweikeimblättrigen Pflanzen, zu denen auch die Rasenunkräuter zählen, ein unkontrolliertes Wachstum. Die Pflanzen schießen zunächst in die Höhe, kommen dann aber nicht mehr mit der Nährstoffversorgung nach, was schließlich zum Absterben der Unkrautarten führt.

 

Auf einkeimblättrige Pflanzen wie die Rasengräser haben diese Wuchsstoffe hingegen keine Wirkung. Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, enthalten die meisten Unkrautvernichter für den Rasen mehrere Wirkstoffe. Bei Banvel M und Hedomat sind es zwei, (Dicamba und MCPA), bei Weedex und Loredo Quattro sogar vier (2,4-D, MCPA, Dicamba und Mecoprop-P).

 

Mechanische Unkrautbekämpfung im Rasen

Durch regelmäßiges tiefes Vertikutieren können Sie teppichbildende Rasen-Unkräuter wie Weißklee, Ehrenpreis und Gundermann langfristig zurückdrängen. Für Rasenunkräuter, die eine Pfahlwurzel ausbilden, wie zum Beispiel Löwenzahn oder Wegerich, haben sich spezielle Unkrautstecher bewährt. Sie klemmen die Pfahlwurzel mit Metallzinken ein und ziehen sie aus dem Erdreich heraus. Mit einem Unkrautstecher lassen sich Unkrautarten mit tiefreichenden Pfahlwurzeln wie beispielsweise der Löwenzahn leicht entfernen.

 

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